Step by Step: Anleitung für Pressearbeit
- Michaela Hessenberger

- vor 45 Minuten
- 3 Min. Lesezeit
Wenn wir etwas neu angehen, wünschen wir uns zuerst eines: einen klaren Weg und etwas, das uns das Gefühl gibt, nichts falsch zu machen. Ein Modell beispielsweise.
Gerade in der Medienwelt ist diese Sehnsucht verständlich. Sie wirkt schnell wie eine Welt, in die man nicht einfach hineinplatzt, sondern in die man sich (angeblich) erst hineinarbeiten muss.
Genau deshalb schauen wir uns heute ein Modell in Form einer Pyramide an, das auf den ersten Blick sehr sinnvoll und wie die perfekte Anleitung für Pressearbeit wirkt ...

Das Fundament: Wenn du dich bei Journalist*innen mit einem Themenvorschlag meldest, passiert anfangs oft etwas sehr Unspektakuläres: Sie googeln dich. Redaktionen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben, bevor sie auf Themen einsteigen. Deine Webseite darf also professionell, klar und anschlussfähig sein. Dasselbe gilt für deinen Social-Media-Auftritt. Nicht für mehr Deko, für mehr Vertrauen.
Wertige Blogs und Online-Magazine sind oft offen für gute Themen. Sie brauchen Stoff, der relevant ist und sauber erzählbar. Wenn du dort mit deiner Botschaft landen kannst, bringt dir das nicht nur Sichtbarkeit, sondern auch digitale Relevanz: Verlinkungen, bessere Auffindbarkeit, starke Signale für dein Google-Ranking, KI-Empfehlungen.
Regional- und Lokalzeitungen funktionieren wieder anders. Hier zählt Nähe. Nicht zu dir, sondern zur Lebensrealität der Leser*innen. Redaktionen fragen sich: Warum ist das für unsere Region interessant? Warum sollten unsere Leser*innen das jetzt wissen wollen? Wenn du darauf eine gute Antwort hast, erreichst du Menschen direkt in deinem Umfeld. Das ist gerade für deine lokalen oder regionalen Angebote ein starker Hebel.
Magazine sind für viele meiner Teilnehmerinnen in ON THE MAP das erklärte Ziel. Und das verstehe ich gut. Nur: Magazine ticken anders als Tages- oder Wochenzeitungen. Sie planen anders, wählen anders aus und denken viel weiter voraus. Wer dort stattfinden will, muss diese Logik verstehen.
Und dann gibt es noch Fernsehen, Radio und Podcasts. Diese Formate verlangen Klarheit, Präsenz, Tempo und die Fähigkeit, dein Thema so zu erzählen, dass es trägt. Vor der Kamera und/oder vor dem Mikrofon.
Soweit die Pyramide.
Und genau hier kommt mein Punkt: Du darfst dieses Modell kennen. Aber du musst es nicht einhalten.
Denn wenn du früh eine Anfrage von einem starken Business-Podcast bekommst, sagst du ja nicht ab, nur weil du gedanklich noch bei den Blogs oder Lokalmedien stehst.
Medienchancen kommen nicht fein säuberlich sortiert. Sie kommen, wenn sie kommen.
Und dann ist echt nicht die entscheidende Frage, auf welcher Stufe der Pyramide du gerade bist -
die entscheidende Frage ist: Passt dieses Medium zu dir, deiner Botschaft und dem Bild, das du von dir im Markt aufbauen willst?
Meine Teilnehmerinnen in ON THE MAP sagen nicht zu allem Ja. Aber sie lernen, gute Chancen zu erkennen, strategisch einzuordnen und dann entschlossen zu nutzen.
Denn Medienarbeit ist kein Abarbeiten von Bergetappen, doch ein strategischer Hebel.
Und manchmal liegt der größte Fehler genau darin, zu lange auf „den richtigen Moment“ zu warten. Du musst nicht erst jede kleine Bühne mitnehmen, bevor du auf einer größeren stattfinden darfst.
Du musst auch nicht „fertig“ sein.Du musst bereit sein, Ja zu sagen, wenn die richtige Bühne auftaucht.
Das ist genau der Punkt, über den du heute nachdenken darfst:
Willst du weiter nur in deiner Social-Media-Bubble stattfinden? Oder willst du lernen, wie du mit deinem Thema in relevanten Medien sichtbar wirst und dort als Expertin eingeordnet wirst? Buch dir deinen Media Match Call - 15 Minuten mit mir auf Zoom - und ich sag dir ehrlich, ob du bereit bist, deinen Weg in relevanten Medien und damit zu neuen Zielgruppen zu starten.
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